Unerwünschte Verhaltensweisen

Egal ob die Katze im ganzen Haus Urinmarken hinterlässt oder der Hund in Abwesenheit des Besitzers das Sofa zerstört, kein Mensch bleibt angesichts derartiger Verhaltensweisen gelassen.

Das Verständnis des Besitzers für die Gründe des Verhaltens ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung für den Erfolg der Therapie. Hierbei sollte aufgezeigt werden, dass ein Tier eben nur in der seiner Art eigenen Art und Weise Denken, Fühlen und Handeln kann. Werden menschliche Maßstäbe für die Beurteilung zu Grunde gelegt, kann das Tier nur verlieren.

Am Beispiel der harnmarkierenden Katze macht es einen grundlegenden Unterschied, ob man ihr unterstellt, gegen irgendwelche Umstände in ihrem Lebensumfeld zu protestieren (was der menschliche Ansatz wäre) oder ob man anerkennt, dass sie in der katzentypischen Weise auf ein nicht mehr kompensierbares Stressniveau reagiert.

Verhalten aus einem solchen Blickwinkel heraus zu betrachten, ändert auch beim Halter die Gefühlslage entscheidend: wo vorher Wut und Frustration über das Tier vorherrschend waren, stellen sich nun Verständnis und vielleicht sogar Mitleid ein. Das hat auch den Vorteil, dass unangemessene und unter Umständen kontraproduktive Maßnahmen wie Strafen eingestellt werden.

Und zu guter Letzt wird durch ein verbessertes Verständnis für das Haustier auch die Compliance gesteigert, da die empfohlenen Maßnahmen als in direktem Zusammenhang mit dem Problemverhalten stehend verstanden werden.

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