Katzeklo, Katzeklo…

ja das macht die Katze froh… was Helge Schneider nicht wusste: so manches Katzenklo macht die Katze alles andere als froh.

Wenn eine Katze anfängt, in die Wohnung zu pinkeln, muss  unterschieden werden, ob es sich um Miktion oder Markieren handelt. Desweiteren ist eine Abklärung organischer Ursachen unumgänglich, an erster Stelle steht hierbei eine Urinuntersuchung.

Eine Verbesserung im Toilettenmanagement, insbesondere im Mehrkatzenhaushalt, ist jedoch immer eine sinnvolle Maßnahme, egal ob es sich um Urinabsatz oder Markieren handelt. Ein angemessenes Toilettenmanagement trägt maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität bei, und ist somit also auch bei stressbedingtem Markieren angezeigt.

Katzen sind oftmals sehr lange sehr tolerant, was „Mißstände“ bei ihren Toiletten betrifft. Dies kann sich aber von einem auf den anderen Tag ändern, wenn sich Änderungen in anderen Lebensbereichen der Katze ergeben, z.B. gesundheitliche Probleme, Veränderungen in ihrem sozialen Umfeld (räumlich, zeitlich, Beziehungen zu ihren Menschen, anderen Katzen,etc.), …

Folgende Punkte gilt es zu überprüfen, inwieweit noch Verbesserungspotential vorhanden ist.

Anzahl der Toiletten: als Faustregel gilt Anzahl der Toiletten = Anzahl der Katzen + 1.  Dies würde beispielsweise bei einem Haushalt mit zwei Katzen eine benötigte Anzahl von drei Toiletten bedeuten.  Dies wäre der Optimalzustand. Wenn sich beide Katzen bislang eine Toilette geteilt haben und nun eine Katze unsauber wird, reicht vielleicht schon eine weitere Toilette an einem anderen Standort. Andererseits, kann es bei einer einzelnen Katze, die darauf besteht, wie in der Natur üblich, Urin und Kot an zwei unterschiedlichen Orten abzusetzen, erforderlich sein, zwei Toiletten aufzustellen.

Standort der Toiletten: auch die Katze hätte gerne ihre Ruhe am „Stillen Örtchen“, d.h. nicht in unmittelbarer Nähe des lauten Kinderzimmers, nicht neben der schleudernden Waschmaschine und auch nicht in dem viel frequentierten Hausflur. Die Katze sollte jederzeit freien Zugang zur Toilette haben und nicht eine halbe Weltreise unternehmen müssen, bis sie die Toilette erreicht.
Im Mehrkatzenhaushalt ist darauf zu achten, dass jede Katze die Toilette gut erreichen kann und gegebenenfalls einen Fluchtweg hat. So wird vermieden, dass sie sich plötzlich in einer Sackgasse wiederfindet, wenn eine andere Katze ihr den Weg von der oder zu der Toilette versperrt. Eine zurückhaltende Katze, die regelmäßig auf dem Rückweg von der Toilette von einer anderen überfallen wird, wird sich irgendwann einen ungefährlicheren Ort zur Elimination suchen und vielleicht auf das Sofa pinkeln.
Zwei Toiletten nebeneinander zählen übrigens als ein Klo.

Einstreu: im Allgemeinen werden sandähnliche Untergründe bevorzugt. Allerdings gibt es auch Katzen, die auf Textilien geprägt sind. Mit einem entsprechenden Training ist es meist möglich, diese Katzen an eine andere Einstreu zu gewöhnen.
Bei der Einstreu ist zu beachten, dass ein Katzenstreu, das für unsere menschliche Nase angenehm nach Babypuder duftet, für eine Katze schon eine arge Geruchsbelästigung sein kann.
Ein Katzenklo mit der für die Katze falschen Einstreu ist kein Katzenklo! Haben also zwei von drei im Haus zur Verfügung stehenden Toiletten die falsche Einstreu hat die Katze letztendlich nur ein Klo.

Reinigung: Gerade die reinlichsten Katzen haben hier die geringste Toleranz. Ist ihnen das Katzenklo zu dreckig, wird es nicht mehr benutzt. Neben dem am besten mehrmals täglichen Entfernen der Hinterlassenschaften, sollte in regelmäßigen Abständen die Einstreu komplett  ausgetauscht und die Toilette gereinigt werden. Bitte dazu keine ammoniakhaltigen Reinigungsmittel verwenden, besser geeignet sind Kernseife oder Spülmittel.

Art des Katzenklos: Das Katzenklo sollte von der Grundfläche so groß sein, dass die Katze sich ohne Probleme darin drehen und scharren kann. Haubenklos haben den Nachteil, dass sie nicht dem „natürlichen Örtchen“ der Katze entsprechen (keine Katze geht in eine Höhle um sich zu erleichtern) und Gerüche sich darin stärker konzentrieren. Auch wenn viele Katzen sie klaglos benutzen, die angenehmere Alternative ist eine Wanne, z.B. aus dem Baumarkt, mit ausreichend hoher Wand, die kippsicher an einem geeigneten Ort aufgestellt ist. Pinkelt die Katze häufiger über den Rand hinaus, sollte überprüft werden, ob die Grundfläche so groß ist, dass die Katze den Schwanz nicht zu stark wegknicken muss.

Dieser Beitrag wurde unter Verhalten Katzen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *