Kastration beim Hund

Das Tagesseminar bei Dr. Udo Gansloßer vermittelte eine klare Botschaft: die Kastration beim Hund ist vielleicht rein medizinisch kein allzu großer Eingriff, die damit für das Tier verbundenen Folgen sind aber nicht nur bezüglich des Verhaltens schwerwiegend. Von einer routinemäßigen Kastration ist definitiv abzuraten.

Die Entscheidung für eine Kastration muss stets nach einer genauen Nutzen-Risiken-Abwägung im Einzelfall getroffen werden. Auch sollte der Besitzer über die Folgen der Kastration aufgeklärt werden und gegebenfalls verhaltenstherapeutisch begleitet werden.

Es gibt tatsächlich einige wenige für den Besitzer unerwünschte Verhaltensweisen, die sich nach einer Kastration bessern. Aber auf viele Verhaltensweisen hat die Kastration keinen Einfluß oder ist im Gegenteil sogar kontraproduktiv, d.h. das unerwünschte Verhalten wird sich mit ziemlicher Sicherheit sogar noch verstärken.

An dieser Stelle kann nur jedem Tierhalter geraten werden, sich umfassend und gewissenhaft über dieses Thema zu informieren. Wie bei vielen anderen Fragestellungen auch, sollte man sich unterschiedliche Meinungen einholen, denn auch leider sieht so mancher Hundetrainer, Verhaltensberater oder auch Tierarzt noch die Kastration als Allheilmittel… insbesondere beim Rüden.

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