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	<title>Ursula Berger</title>
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	<description>Von Hunden, Katzen und sonstigen Vierbeinern - und wie ihnen geholfen werden kann.</description>
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		<title>Wenn aus Welpen Waren werden&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 20:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verhalten Hunde]]></category>

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		<description><![CDATA[geht es um ökonomisches Kalkül, aber nicht um Tiere. Bereits die Ankündigung von Zoo Zajac in Duisburg Welpen verkaufen zu wollen, löste Proteste auf breiter Basis aus. Seit dies nun Mitte Januar Realität wurde, reißt die Kritik nicht mehr ab: Tierschutzorganisationen, Hundetrainer und Verhaltensberater, aber auch der VDH melden sich zu Wort. Herr Zajac indess, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>geht es um ökonomisches Kalkül, aber nicht um Tiere. Bereits die Ankündigung von Zoo Zajac in Duisburg Welpen verkaufen zu wollen, löste Proteste auf breiter Basis aus. Seit dies nun Mitte Januar Realität wurde, reißt die Kritik nicht mehr ab: Tierschutzorganisationen, Hundetrainer und Verhaltensberater, aber auch der VDH melden sich zu Wort. Herr Zajac indess, versteht die ganze Aufregung nicht. &#8220;Ich verkaufe Welpen, weil ich es kann&#8221; und &#8220;die Kunden danach fragen&#8221; sagte er in einem Interview.</p>
<p>Ja, und damit hat er leider recht. Solange er die Vorgaben des Tierschutzes einhält, kann er mit Welpen handeln wie mit jeder leblosen Sache auch. Nur sind hochsoziale und fühlende Wesen eben keine Sache und mit ein paar Hygienevorschriften mag zwar die Gefahr mancher Infektionskrankheiten gebannt sein &#8211; eine Garantie für körperliche und seelische Gesundheit der Hundebabies sind sie nicht.</p>
<p>Aber ist es nicht genau das, was sich die zukünftigen Hundebesitzer, die bereit sind, viel Geld für einen Welpen auszugeben,  wünschen:  einen gesunden, fröhlichen und unkomplizierten Begleiter im Alltag?</p>
<p>Die Weichen werden schon sehr früh gestellt, dass sich ein Welpe zu einem solchen  souveränen Hund entwickeln kann.</p>
<p>Eigentlich fängt es schon mit gesunden  Elterntieren an. Es ist schließlich kein Geheimnis, dass bestimmte Krankheiten in manchen Rassen gehäuft vorkommen.  Aber auch das Wesen der Mutter und der Verlauf der Trächtigkeit spielen eine wichtige Rolle: Stress in dieser Zeit hat einen unmittelbaren Einfluß darauf, wie stressanfällig die Hunde im späteren Leben sind. In den ersten Lebenswochen machen die Welpen nicht nur motorisch eine enorme Entwicklung durch, auch für die Entwicklung ihres Gehirns ist es wichtig, ihrem individuellen Entwicklungsstand entsprechend neuen Reizen ausgesetzt zu werden. Dies sollten unterschiedliche  Menschen, Tiere, Geräusche,  etc. sein. Alles, womit der Welpe positive Erfahrungen sammeln darf, wird er später auch als positiv wahrnehmen.  Andere Reize wird er als gefahrlos kennenlernen, sich an sie gewöhnen und später nicht ängstlich reagieren.  Darüberhinaus lernen Welpen im sozialen Kontext durch den Umgang mit ihrer Mutter und dem Spiel mit den Wurfgeschwistern sozusagen das kleine 1&#215;1 des Hundeverhaltens.</p>
<p>Eine Trennung von Mutterhündin und Geschwistern sollte auch deshalb  keinesfalls vor der achten Woche erfolgen.  Sowohl eine sanfte <a href="http://www.ursula-berger.de/2011/11/08/auf-eigenen-pfoten-die-welt-entdecken/">Eingewöhnungsphase </a>im neuen Zuhause als auch der richtige Umgang in den ersten Wochen sind von entscheidender Bedeutung.</p>
<p>Aber was, wenn in dieser so wichtigen Zeit nicht alles optimal verläuft? Wenn die Welpen in einer reizarmen Umgebung aufwachsen, negative Erfahrungen machen, oder viel  zu früh von der Mutter und Geschwistern getrennt werden? Tja, dann wird es schwierig &#8211; für den Hund und die neuen Besitzer.</p>
<p>Diesen Hunden fehlt etwas Elementares: ihnen war es nicht möglich, eine Art Grundvertrauen in diese Welt zu entwickeln, sie haben nicht gelernt, dass Menschen nett sind und sie nichts zu befürchten haben. Für diese Hunde können ganz alltägliche Dinge der blanke Horror sein. Sie können bei Kleinigkeiten in Panik verfallen und beruhigen sich danach nur schwer wieder.  In Stresssituationen können sie aggressiv reagieren. Manche blenden aber auch ihre Umwelt komplett aus und sind dann nicht mehr ansprechbar. Sie lernen langsamer,  sind schneller überfordert und leiden überdurchschnittlich oft an Dauerstress und den damit verbundenen gesundheitlichen Beschwerden wie z.B.  Magen-Darm-Problemen oder  häufigen Infekten.</p>
<p>Es leiden aber nicht nur die Hunde. Auch für die Besitzer ist dies eine große emotionale und letztendlich auch finanzielle Belastung. Mit acht Wochen sind die Welpen zwar noch sehr jung, möglicherweise haben sie aber schon ein schweres Bündel zu tragen.</p>
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		<title>Auf eigenen Pfoten die Welt entdecken</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 16:08:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verhalten Hunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Blatt, das raschelnd im Wind tanzt, Enten im See, ein Fahrradfahrer, der sich schnell nähert oder Kinder, die lachend über eine Wiese toben&#8230; für einen Welpen, der gerade die ersten Spaziergänge mit seinen neuen Menschen unternimmt, ist alles spannend. Mit großen Augen und aufgeregtem Geschnüffel wird die bunte Welt erkundet. Da wird beobachtet, zurückhaltend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Blatt, das raschelnd im Wind tanzt, Enten im See, ein Fahrradfahrer, der sich schnell nähert oder Kinder, die lachend über eine Wiese toben&#8230; für einen Welpen, der gerade die ersten Spaziergänge mit seinen neuen Menschen unternimmt, ist alles spannend.</p>
<p>Mit großen Augen und aufgeregtem Geschnüffel wird die bunte Welt erkundet. Da wird beobachtet, zurückhaltend gewartet oder neugierig daraufzugetapst. Es ist nicht nur wunderschön und eine Freude, seinem Hundekind bei seinen ersten Erkundungstouren zuzusehen, sondern es gibt eine ganze Reihe von Gründen, warum Sie diese erste Zeit ganz bewußt nutzen sollten.</p>
<p>Schritt für Schritt, Entdeckung für Entdeckung erweitert Ihre kleine Fellnase  seinen Erfahrungsschatz und damit seine Sicht auf die Welt. Ihr Welpe lernt Sie auch als seinen Partner kennen, der ihm die Sicherheit gibt, zu seinen Erkundungstouren aufzubrechen, und zu dem er, sollte es nötig sein, in Sicherheit zurück flüchten kann.</p>
<p>Nehmen Sie die Impulse, die von Ihrem Hund kommen einfach auf: Was zieht gerade seine Aufmerksam auf sich? Wohin sieht er? Ist er dabei eher ängstlich oder neugierig? Lassen Sie ihm ruhig die Zeit, die Dinge in seinem Tempo zu erforschen. Vielleicht möchte er auf ein ihm unbekanntes Objekt zugehen und zögert noch? Sie können ihn behutsam dazu ermuntern, indem Sie selbst daneben in die Hocke gehen und freundlich mit ihrem Hund sprechen. Vergessen Sie dabei nicht: es ist ein Angebot! Keinesfalls sollten Sie Ihren Hund zu irgendetwas zwingen. Jeder darf sich in seinem eigenen Tempo entwickeln und lernen.</p>
<p>Dies trifft auch auf die Begegnungen mit fremden Hund und Menschen zu. Mal abgesehen davon, dass es bei Tieren ebenso spontane Sympathie und Antipathie zu geben scheint, gibt es große individuelle Unterschiede zwischen den einzelnen Tieren. Manche Tiere sind neuen Kontakten gegenüber sehr aufgeschlossen und suchen diese aktiv, andere warten lieber ersteinmal ab. Gerade für letztere können Sie der Fels in der Brandung sein, wenn Passanten mit einem &#8220;oooh wie süüüß!&#8221;  auf Ihren kleinen Liebling zustürzen. Ähnlich wie ein kleines Kind sich hinter den Beinen der Mutter versteckt, so können Sie Ihrem Welpen beibringen, sich bei Ihnen Schutz zu suchen.</p>
<p>Mit der Zeit werden Sie ein feines Gespür für die Befindlichkeiten Ihres Hundekindes entwickeln durch aufmerksames Beobachten mit offenem Herzen und wachem Verstand. Sie werden sehen, wenn sich Ihr Hund über etwas freut, wenn er unsicher und ängstlich ist, wenn gewisse Situationen ihn überfordern oder wenn er einfach müde ist, weil es für den Moment genug der Eindrücke ist. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit entsprechend zu reagieren: ist er müde, gönnen Sie ihm Ruhe. Ist Ihr Hund überfordert, holen Sie ihn aus der Situation heraus. Ist er ängstlich, helfen Sie ihm, indem Sie ihm z.B. gestatten, die Dinge auf seine Weise zu erkunden.</p>
<p>Für einen zuverlässigen Begleithund im Alltag ist es auch wichtig, in dieser ersten Zeit bei Ihnen die richtigen Erfahrungen zu machen. Zeigen Sie Ihrem Hund möglichst viel und unterschiedliches: nehmen Sie ihn mit in die Innenstadt, ins Einkaufszentrum,in ein Café,  in den Bahnhof, zum Wildtiergehege, in die Nähe von Spielplätzen, auf Hundewiesen&#8230;es muss gar keine nachmittagfüllende Beschäftigung sein, integrieren Sie diese kleinen Übungseinheiten einfach in Ihr tägliches Leben.</p>
<p>In dieser ersten Zeit wird der Grundstein für eine von gegenseitigem Vertrauen geprägte Freundschaft gelegt &#8211; nutzen Sie sie!</p>
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		<title>Welttag der Katze</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 12:13:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verhalten Katzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 8. August ist der Welttag der Katze. Grund genug, ein paar Worte zu unseren Stubentigern zu verlieren. Kurt Tucholsky wird folgender Ausspruch zugeschrieben: &#8220;Hunde haben Herrchen. Katzen haben Personal&#8221;.  Jeder Katzenfreund hat sicherlich bei diesen Worten ein stolzes selbstbewußtes Exemplar vor Augen, das zu nachtschlafender Zeit ins Bett seines Dosenöffners springt, um ihn pfötelnd [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 8. August ist der Welttag der Katze. Grund genug, ein paar Worte zu unseren Stubentigern zu verlieren.</p>
<p>Kurt Tucholsky wird folgender Ausspruch zugeschrieben: &#8220;Hunde haben Herrchen. Katzen haben Personal&#8221;.  Jeder Katzenfreund hat sicherlich bei diesen Worten ein stolzes selbstbewußtes Exemplar vor Augen, das zu nachtschlafender Zeit ins Bett seines Dosenöffners springt, um ihn pfötelnd daran zu erinnern, seiner Pflicht in Form der Bereitstellung von Futter nachzukommen(aber bitte nicht irgendeinem Futter &#8211; denn Spitzohren sind ja gemeinhin sehr wählerisch) &#8230; oder eine Katze die laut maunzend vor einer geschlossenen Tür steht (die Unverschämtheit schlechthin! denn  geschlossene Türen sind im Weltbild von Katzen so gar nicht vorgesehen) nur um nach zwei Minuten das ganze Spiel wieder von der anderen Seite zu beginnen&#8230; oder aber eine Katze, die mit sich und der Welt zufrieden in der Sonne döst und sämtliche Spielaufforderungen ignoriert (&#8220;siehst du nicht, dass ich beschäftigt bin? &#8220;)</p>
<p>Das ist der Stoff, aus dem viele amüsante Anekdoten sind, die sich Katzenliebhaber gerne von ihren Vierbeinern erzählen. Ebenso legendär ist die angebliche Unerziehbarkeit von Katzen. Mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen berichten die Besitzer, im Gegensatz zu Hunden seien  Katzen einfach zu schlau, um sich erziehen zu lassen&#8230; nun ja. Und nein. Katzen lernen nicht anders als alle anderen Lebewesen auch. Sie machen das, was in irgendeiner Form für sie lohnend ist. Die Schwierigkeit beim Training mit Katzen liegt darin, etwas zu finden, was die Katze wirklich motiviert.  Immer noch skeptisch? Na, dann gehen Sie doch mal in die Küche und klappern mit der Futterdose&#8230; steht Ihre Katze sofort neben Ihnen?</p>
<p>Katzen sind faszinierende Geschöpfe, die eine tiefe Bindung zu ihren Menschen, aber auch zu bestimmten Partnerkatzen eingehen können.  Sie sind also durchaus keine Einzelgänger, obgleich ihnen das öfters nachgesagt wird.  In einer ansprechenden Umgebung, mit Liebe,  Geduld und Verständnis für die arteigenen Bedürfnisse, kann sich die vielseitige Persönlichkeit der Katze entfalten. Lassen Sie sich von Ihrer Katze verzaubern!</p>
<p>Noch kurz zum Schluß: hat Ihre Katze Sie heute schon angelächelt? Lächeln ist eine freundliche Geste, sie hilft Konflikte zu vermeiden und Wohlwollen auszudrücken. Natürlich zieht eine Katze hierzu nicht die Mundwinkel auseinander, so wie wir Menschen es tun. Die Katze unterbricht einen aufmerksamen direkten Blickkontakt zu Ihnen, indem sie langsam blinzelt. Achten Sie doch einmal darauf und lächeln Sie zurück&#8230;</p>
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		<title>Sommerhitze</title>
		<link>http://www.ursula-berger.de/2011/06/29/sommerhitze/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 19:58:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem der Sommer nun doch endlich beschlossen hat, sich mit hohen Temperaturen, blauem Himmel und viel Sonnenschein zu zeigen, habe ich meinen Sommerhitze-Beitrag nochmals hervorgekramt und überarbeitet.  Ich hoffe, Sie finden darin einige Anregungen, wie Sie Ihrem Hund etwas Erleichterung verschaffen können,  denn nicht nur wir Menschen leiden unter der Hitze.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem der Sommer nun doch endlich beschlossen hat, sich mit hohen Temperaturen, blauem Himmel und viel Sonnenschein zu zeigen, habe ich meinen <a href="http://www.ursula-berger.de/2009/06/02/achtung-lebensgefahr/">Sommerhitze-Beitrag</a> nochmals hervorgekramt und überarbeitet.  Ich hoffe, Sie finden darin einige Anregungen, wie Sie Ihrem Hund etwas Erleichterung verschaffen können,  denn nicht nur wir Menschen leiden unter der Hitze.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tödliche Hundebisse &#8211; Forderung nach Konsequenzen</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 06:46:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verhalten Hunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Hunde zubeißen, ist es immer ein Drama. Insbesondere wenn kleine Kinder betroffen sind, ist das Leid unermesslich &#8211; für das Opfer, die Eltern, aber auch für den Hund, der meistens nicht mehr in der Familie bleiben soll. Cottbus, Oldisleben &#8211; die Orte stehen für zwei Tragödien, die sich innerhalb nur weniger Wochen ereigneten. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Hunde zubeißen, ist es immer ein Drama. Insbesondere wenn kleine Kinder betroffen sind, ist das Leid unermesslich &#8211; für das Opfer, die Eltern, aber auch für den Hund, der meistens nicht mehr in der Familie bleiben soll.</p>
<p>Cottbus, Oldisleben &#8211; die Orte stehen für zwei Tragödien, die sich innerhalb nur weniger Wochen ereigneten. Im einen Fall tötete ein Husky-Schäferhund Mischling ein Neugeborenes, im anderen Fall ein Staffordshire Bullterrier ein Kleinkind.</p>
<p>Sobald sich der erste Schock angesichts dieser Vorfälle gelegt hat, werden Forderungen nach Konsequenzen laut. Unsere Kinder haben ein Recht auf Schutz, darin sind sich alle einig. Strittig ist nur der Weg, wie dies zu gewährleisten ist.</p>
<p>Ein blinder Aktionismus in Form einer Neugestaltung der Hundeverordnungen ist nicht zielführend, sondern reine Augenwischerei.</p>
<p>Die Fokussierung der Diskussion auf die potentielle erhöhte Gefährlichkeit bestimmter Rassen ist nicht nur fachlich fragwürdig, sondern sie birgt die weitaus größere Gefahr, dass am eigentlich Problem vorbei argumentiert wird, nämlich dass jeder Hund unter bestimmten Umständen zubeißen kann. Und genau hier müßte aber die Veränderung im Bewußtsein der Öffentlichkeit stattfinden, um Kinder sicher zu schützen.</p>
<p>Kinder unter sechs Jahren werden am häufigsten im häuslichen Umfeld von ihnen bekannten Hunden gebissen. Es sind also die eigenen Familienhunde oder die Hunde von Verwandten und Freunden. Dies kann der als kinderfreundlich geltende Golden Retriever ebenso sein wie ein Dalmatiner oder ein &#8220;Kampfhund&#8221;. Die Rassezugehörigkeit eines Hundes hat unstrittig einen Einfluß auf sein Verhalten, ist aber hier nicht maßgeblich. Faktoren wie die Sozialisation des Tieres, spezifische Erfahrungen mit ähnlichen Situationen, die Haltung im weiteren Sinne, die Erziehung und Merkmale der konkreten Situation spielen bei der Erklärung des Verhaltens eine weitaus größere Rolle.</p>
<p>Kleine Kinder sind aus mehreren Gründen überdurchschnittlich gefährdet, Opfer von schweren Hundebissen zu werden: ihre geringe körperliche Größe,  ihr Bewegungsdrang, ihr Forschergeist und nicht zuletzt die Unfähigkeit, hundliches Ausdrucksverhalten richtig zu interpretieren.</p>
<p>Wie sollte nun erfolgreiche Prävention aussehen?</p>
<p><strong>1. Schulung der Hundehalter</strong></p>
<p>Die Halter müssen in der Lage sein, kritische Situationen zu erkennen und richtig zu reagieren.  Dazu gehört elementar Kenntnisse des Hundeverhaltens, insbesondere das Erkennen von Angst, Stress und Meideverhalten. Deutlichere Signale wie Knurren und Schnappen werden zwar nicht mehr so leicht übersehen, allerdings taucht hier dann die nächste Schwierigkeit auf: nämlich wie sollte man richtig auf hundliches Drohverhalten reagieren. Die meisten Menschen würden intuitiv dazu tendieren, den Hund zu bestrafen. Mit diesem Vorgehen läuft man Gefahr, dem Hund einfach nur das Drohen abzugewöhnen, ohne jedoch an den eigentlichen Ursachen zu arbeiten. Genau dort muss aber zwingend angesetzt werden.</p>
<p>Ein Beispiel: Im Biergarten liegt ein Hund neben seinen Besitzern. Ein Kleinkind springt auf den Hund zu. Der Hund versucht soweit auszuweichen, wie seine Leine es ihm ermöglicht. Die ganze Körpersprache zeigt deutlich Angst an. Das Kleinkind nähert sich weiter, woraufhin der Hund zu knurren beginnt.  Wird er nun dafür geschimpft, ändert das an seiner Angst in dieser und auch in späteren vergleichbaren Situationen gar nichts.Vielmehr kann es passieren, dass er das nächste Mal das Drohen aus Angst vor Sanktionen ganz unterlässt und zur nächsten Aggressionsstufe übergeht und zubeißt.</p>
<p>Wie kann man denn nun besser reagieren: entweder seinem Hund ermöglichen, weiter auf Distanz zu gehen oder das Kind bitten, an dem Hund ruhig vorbei zu gehen. Vielleicht kann man sich auch zu dem Kind auf den Boden setzen und versuchen, dem Hund ein Leckerli anzubieten. Anbieten heißt nicht, den Hund am Halsband zu sich heranziehen, sondern ihm das Leckerli zu zeigen. Kommt er freiwillig, hat man gewonnen. So wird aus einem ursprünglich negativen Erlebnis für den Hund vielleicht sogar noch ein positives.</p>
<p><strong>2. Sicherheitstraining für Kinder und Eltern<br />
</strong></p>
<p>Ähnlich wie kleine Kinder lernen müssen, wie sie sicher von einer Straßenseite auf die andere kommen, gibt es für den Umgang mit Hunden  einige Verhaltensregeln, die helfen,  bestimmte kritische Situationen schon im Vorfeld gar nicht erst entstehen zu lassen.</p>
<p>Wichtig hierbei ist mir, dass dieses Sicherheitstraining möglichst viele Kinder und deren Eltern erreicht. Denn selbst wenn die Familie selbst keinen Hund hält, kann jedes Kind im Alltag einem Hund begegnen, sei es im Park, bei Großeltern, Freunden oder im Einkaufscenter.</p>
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		<title>Vier Pfoten am Himmel</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 12:13:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verhalten Hunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Trauerarbeit ist auch Arbeit, so sagt man. Jeder Mensch trauert anders, aber jeder muss seinen Weg finden, mit dem Schmerz, der Leere und den Ängsten, die aus dem Verlust resultieren, umzugehen. Dies gilt insbesondere für (kleine) Kinder, die hierbei besonders die Unterstützung von uns Eltern brauchen. &#8220;Vier Pfoten am Himmel&#8221; von Annette Langen und Antje [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trauerarbeit ist auch Arbeit, so sagt man. Jeder Mensch trauert anders, aber jeder muss seinen Weg finden, mit dem Schmerz, der Leere und den Ängsten, die aus dem Verlust resultieren, umzugehen. Dies gilt insbesondere für (kleine) Kinder, die hierbei besonders die Unterstützung von uns Eltern brauchen.</p>
<p>&#8220;Vier Pfoten am Himmel&#8221; von Annette Langen und Antje Bohnstedt (Herder Verlag 2008) ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch zum Thema Tod. Erzählt wird von der Freundschaft der kleinen Emma und ihrer Hündin Fee, von ihren Abenteuern und Spielen, einen Sommer lang. Sie sitzen gemeinsam auf der Wiese und schauen in den großen blauen Himmel, an dem die Wolken entlang ziehen. Das beklemmende Gefühl, das den Leser bereits hier beschleicht, steigert sich noch als der Herbst kommt, und Fee zusehends schwächer wird.</p>
<p>Alter, Krankheit und Tod werden in den großen Kreislauf des Lebens eingeordnet, indem Emmas Mutter die Analogie zu den Veränderungen der Blumen in den Jahreszeiten heranzieht, was auch schon von kleineren Kindern verstanden wird. Mir persönlich hat dieser Vergleich sehr gut gefallen, da man frei von religösen Vorstellungen den Tod als etwas Natürliches begreifen kann.</p>
<p>Eines Nachts stirbt Fee schließlich. Die Fragen, die Emma angesichts des leblosen Körpers stellt, sind nur einige, die Kinder beschäftigen.<br />
Neben den unmittelbaren Fragen nach Hunger, Schmerzen, Kälte oder nach der Endgültigkeit des Todes, wird Ihr Kind sicherlich noch viele Fragen haben. Hören Sie gut zu, nehmen Sie die Sorgen und Ängste ernst und versuchen Sie, die Fragen so ehrlich und gewissenhaft zu beantworten, wie Sie es können. Auch die Frage nach der eigenen Trauer.</p>
<p>Um die Erinnerung an Fee wachzuhalten legt Emma Fotos, Fees Halsband und Lieblingsspielzeug in eine Box, die sie mit vier Wattestückchen schmückt.<br />
Gerade Kinder, die mit verschiedenen Individuen einer Art aufwachsen, haben sehr individuelle Beziehungen zu den einzelnen Tieren &#8211; sie betrauern somit nicht den Verlust eines Tieres, sondern dieses ganz bestimmten Tieres.</p>
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		<title>Umzug mit Katzen</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 05:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verhalten Katzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur für uns Menschen ist ein Umzug eine mitunter nervenaufreibende Angelegenheit. Auch für unsere Stubentiger ist der Stress enorm. Was man tun kann, um die Belastung für seine Katzen so gering wie möglich zu halten,  ist einiges. Bereits bevor das erste Räumen und Packen beginnt, empfiehlt sich der Einsatz von Feliway (Eingetragener Markenname). Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur für uns Menschen ist ein Umzug eine mitunter nervenaufreibende Angelegenheit. Auch für unsere Stubentiger ist der Stress enorm. Was man tun kann, um die Belastung für seine Katzen so gering wie möglich zu halten,  ist einiges.</p>
<p>Bereits bevor das erste Räumen und Packen beginnt, empfiehlt sich der Einsatz von Feliway (Eingetragener Markenname). Dabei handelt es sich um ein synthetisch hergestelltes Analogon zu bestimmten Gesichtspheromonen der Katze, die eingesetzt werden, um Angst und Stress zu reduzieren.  Das Spray kann sowohl im alten Zuhause, im Transportkorb (nicht sofort nach dem Anwenden die Katze einsetzen!)  und dann auch während der Eingewöhnungsphase im neuen Zuhause angewandt werden. Wichtig: bitte nicht direkt auf die Katzen sprühen!</p>
<p>Für den eigentlichen Umzug sollten die Katzen sowohl im alten wie auch im neuen Zuhause einen Raum haben, in dem sie sich fernab des Trubels ungestört bewegen können.<br />
In dieser Ruhezone muss für die Katzen alles zur Verfügung stehen, was sie den Tag über brauchen: Wasser, eventuell Futter, Katzentoilette, vielleicht ihr Lieblingsspielzeug und -ganz wichtig &#8211; vertraute Gegenstände, also z.B. die Sofadecke, auf der Ihre Katze ihr Mittagsschläfchen hält, der Stuhl, auf dem sie gerne ruht, und ähnliches.</p>
<p>Einfacher ist es, wenn Sie die Möglichkeit haben, die Katzen für den Umzugstag z.B. bei Freunden unterzubringen. Dort sollten sie auch einen Raum zur Verfügung haben, wo sie den Tag ungestört verbringen können. Denken Sie auch daran, für die Katzen ein Deckchen mitzunehmen, das ihren Geruch trägt. Die Gastgeber brauchen gar nichts weiter zu tun, als die Tür geschlossen zu halten und eventuell zu füttern.</p>
<p>Wenn Sie mehrere Katzen haben, sollte jede in ihrem eigenen Transportkorb reisen dürfen. Die Autofahrt ist schon aufregend genug, die erzwungene Nähe zu einer Partnerkatze schafft nur noch zusätzlichen Stress &#8211; auch bei Katzen, die sich sonst sehr gerne mögen.</p>
<p>Die Eingewöhnung im neuen Zuhause  geht von &#8220;klein nach groß&#8221;.  Sind die Umzugshelfer weg und es kehrt langsam Ruhe ein, können Sie die Tür zum Ruheraum einfach öffnen. Wenn sich die Katzen sicher genug fühlen, werden sie Stück für Stück anfangen ihr neues Revier zu erkunden und sich bei Bedarf, immer wieder zurück in das Ruhezimmer flüchten. Für diese Phase ist es sinnvoll , die Katzentoilette solange im Ruhezimmer zu belassen, bis die anderen Toiletten sicher benutzt werden.</p>
<p>Haben sich die Katzen gut eingelebt, können Freigänger die ersten Ausflüge ins Freie unternehmen. Wann sie dazu bereit sind, ist unterschiedlich und kann von Tagen  bis Wochen reichen.</p>
<p>In der ersten Zeit kann es auch zwischen Katzen, die sich ansonsten gut verstehen, zu Distanzierungsaggression kommen. Normalerweise bleibt es bei einem kurzen Anfauchen oder einem leichten Schlagabtausch. Ein Eingreifen des Besitzers ist in diesem Fall nicht nötig und sogar kontraproduktiv.</p>
<p>Letztendlich sind es nur wenige, einfache Maßnahmen, aber sie erleichtern ihrem Kätzchen das Einleben im neuen Heim enorm.</p>
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		<title>Positive Verstärkung von Angstverhalten?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 11:48:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verhalten Hunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen ängstlichen Hund zu haben, ist nicht leicht &#8211; egal ob der Hund panisch vor einer herumfliegenden Plastiktüte davonstürmt, zitternd wie Espenlaub im Fahrstuhl steht oder in einer großen Menschenmenge zur Salzsäule erstarrt, seine Umwelt komplett ausblendet und nicht mehr zu erreichen ist. Schnell stößt man auf den Ratschlag, seinen Hund keinesfalls in einer solchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen ängstlichen Hund zu haben, ist nicht leicht &#8211; egal ob der Hund panisch vor einer herumfliegenden Plastiktüte davonstürmt, zitternd wie Espenlaub im Fahrstuhl steht oder in einer großen Menschenmenge zur Salzsäule erstarrt, seine Umwelt komplett ausblendet und nicht mehr zu erreichen ist. Schnell stößt man auf den Ratschlag, seinen Hund keinesfalls in einer solchen Situation zu trösten oder zu beachten, denn dies würde die Angst nur noch verstärken, denn der Hund würde es als Belohnung empfinden und so lernen, dass &#8220;Angst haben&#8221; erwünschtes Verhalten ist&#8230; ist das wirklich so?</p>
<p>Durch positive Verstärkung wird mittels operanter Konditionierung die Auftrittswahrscheinlichkeit eines bestimmten Verhaltens erhöht, da diese Verhaltensweise für das Tier mit angenehmen Konsequenzen verbunden ist. Als Belohnung (Verstärker) kommt dabei alles in Frage, was von dem Tier individuell als angenehm empfunden wird: Futter, Spiel, Aufmerksamkeit und anderes.</p>
<p>Funktioniert dies nun aber auch bei Angstverhalten? Oder anders formuliert: wird sich die Angst des Tieres verstärken, wenn der Mensch Körperkontakt zulässt, Futter gibt, o.ä.? Auf rein operanter Ebene wäre dies zumindest anzunehmen.</p>
<p>Daneben passiert aber noch etwas anderes: nehmen wir an, Sie geben ihrem Hund, der sich vor großen schwarzen Hunden fürchtet, ein Leckerli, sobald Sie einen solchen Hund sehen und zwar unabhängig davon, was ihr Hund gerade tut. Unter der Voraussetzung, dass ihr Hund in dieser Situation überhaupt noch Futter annehmen kann, passiert bei einer hinreichend häufigen Wiederholung Folgendes: ihr Hund wird zunehmend weniger ängstlich reagieren, bis er Sie irgendwann beim Anblick des früher so gefürchteten schwarzen Hundes erwartungsvoll anblicken wird, weil er auf sein Leckerli wartet. Man spricht hierbei von Gegenkonditionierung, die auf der von Pavlov beschriebenen klassischen Konditionierung beruht. Und dieser Effekt scheint den Effekt der operanten Konditionierung zu überlagen.</p>
<p>Weshalb das Verhalten des Menschen dennoch einen verstärkenden Einfluss auf das Angstverhalten seines Tieres haben kann, liegt in zwei anderen Faktoren begründet.</p>
<p>Zum Einen bedeutet ein vom Menschen ausgehender Körperkontakt, z. B. in den Arm nehmen, streicheln, festhalten, etc. immer eine Einschränkung des Bewegungsspielraumes des Hundes. Möchte sich der Hund lieber zitternd in einer Ecke verkriechen und dort abwarten, bis der Spuk vorbei ist, und dieser Rückzug wird vom Menschen nicht toleriert, verstärkt dies die Missempfindungen in dieser Situation.<br />
Sucht der Hund jedoch aktiv die Nähe zu seinem Menschen, drückt sich heran oder versucht den Kopf &#8220;zu vergraben&#8221;, ist es völlig in Ordnung, den Hund dann gewähren zu lassen, ihn zu streicheln oder mit ihm zu reden.<br />
Beobachten Sie Ihren Hund gut und finden Sie heraus, was Ihrem Hund hilft. So unterschiedlich wie wir Menschen mit schwierigen Situationen umgehen, so unterschiedlich sind auch unsere Tiere.</p>
<p>Der zweite Aspekt ist dem zuzuschreiben, was man gemeinhin Stimmungsübertragung nennt. In jüngerer Zeit hat eine Entdeckung etwas wissenschaftlich salonfähig gemacht, was bislang im zwischenmenschlichen Kontext eher esoterisch anmutete: man darf nun von Schwingungen und Resonanz sprechen. Die Forschung hierzu steckt noch in den Kinderschuhen, aber die Vermutung liegt nahe, dass die Spiegelneurone auch artübergreifend eine nicht zu unterschätzende Rolle in der intuitiven Kommunikation spielen.<br />
Die Effekte kennt jeder aus dem eigenen Erleben: in der Gegenwart mancher Personen fühlt man sich einfach wohl, bei anderen unwohl, man erwidert plötzlich ohne den Grund zu kennen ein Lächeln oder lässt sich vom hektischem Verhalten seines Gegenübers anstecken.</p>
<p>In gleichem Maße kann man es bei Menschen und ihren Hunden beobachten. Ist der Mensch ruhig und verhält er sich ruhig, so hat dies auch einen beruhigenden Effekt auf seinen Hund.<br />
Im umgekehrten Fall gilt dies ebenso: weiß der Mensch vielleicht schon, dass sein Hund gleich ängstlich reagieren wird und antizipiert diese Angst schon, verändert sich sein Verhalten und seine (auch nonverbale) Kommunikation wirkt tatsächlich verstärkend auf die Angst des Hundes.</p>
<p>Abschließend kann man also sagen, wenn Ihrem Hund Zuwendung in welcher Form auch immer in einer Angstsituation hilft, dann trösten Sie Ihn ruhig.</p>
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		<title>Therapiekäfig bei Trennungsangst</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 13:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verhalten Hunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wäre dieses Thema in einem Satz abzuhaken: Vom Einsatz eines Therapiekäfigs ist abzuraten. Aber schauen wir uns zunächst einmal die Standardempfehlung an: Gewöhnen Sie den Hund an die Box, indem Sie ihm sein Deckchen hineinlegen, ihn nur noch in der Box füttern, usw. Dann schließen Sie zuerst für kurze Zeit die Tür und steigern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wäre dieses Thema in einem Satz abzuhaken: <strong>Vom Einsatz eines Therapiekäfigs ist abzuraten.</strong></p>
<p>Aber schauen wir uns zunächst einmal die Standardempfehlung an: <em>Gewöhnen Sie den Hund an die Box, indem Sie ihm sein Deckchen hineinlegen, ihn nur noch in der Box füttern, usw. Dann schließen Sie zuerst für kurze Zeit die Tür und steigern Sie die Dauer dann langsam. Verhält sich der Hund in der Box ruhig, können Sie die Tür wieder öffnen, bellt der Hund hingegen, kratzt an der Gittertür o.ä. dürfen Sie ihn nicht falsch bestätigen, indem Sie seinen Forderungen nachgeben und ihn wieder herauslassen. Wenn sich ihr Hund ruhig verhält, können Sie damit beginnen, den Raum zu verlassen. Auch hier gilt wieder: die ersten Male sofort wieder zurückkommen und dann die Zeit der Abwesenheit langsam steigern, bis sie schließlich die Wohnung für eine längere Zeit verlassen können.</em></p>
<p>Ein Hund, der kein Problem mit der räumlichen Enge einer Box hat, wird auch relativ leicht daran zu gewöhnen sein, in die  Box hineinzugehen und sich darin für eine begrenzte Zeit aufzuhalten. Wenn die Vorarbeit sauber war, wird er auch das Schließen der Tür gut tolerieren.</p>
<p>Der erste Kritikpunkt besteht allerdings schon darin, dass es Hunde gibt, die nur schwer dazu zu überreden sind, überhaupt eine Box zu betreten und die panisch werden, wenn hinter ihnen eine Tür geschlossen wird. Lässt man die Tür nun solange zu, bis sich der Hund beruhigt haben, spricht man in der Lerntheorie von der Methode des Flooding. Dabei wird ein Hund quasi mit dem angstauslösenden Reiz &#8220;überschwemmt&#8221; und soll dabei lernen, dass die Angst unbegründet ist. Das Tier darf dabei erst wieder aus der Situation befreit werden, wenn es sich sichtbar entspannt. Die Gefahr bei dieser Methode ist, dass die Tür zu früh geöffnet wird, bevor sich das Tier wirklich entspannt hat, vielleicht weil es der Besitzer nicht mehr mitansehen kann oder weil sich das Tier aufgrund körperlicher Erschöpfung ruhig verhält. Dann passiert das, was man eigentlich vermeiden möchte, nämlich dass das Tier weiter sensibilisiert wird, also z.B. nicht mehr nur vor dem Schließen der Tür Angst hat, sondern nun bereits nicht mal mehr in die Nähe der Box gehen möchte oder seine Angst weiter auf alle engen Räume generalisiert und auch einen Fahrstuhl nicht mehr betreten möchte.</p>
<p>Nehmen wir nun an, wir haben einen Hund, der während der Anwesenheit des Besitzers ohne Probleme für einige Zeit in die Box gesperrt werden kann. Nun soll ja laut obiger Empfehlung der Besitzer kurz den Raum verlassen.<br />
Um zu verstehen, worin nun das Problem liegt, müssen wir noch einmal die Theorie bemühen: bei einer Desensibilisierung soll der angstauslösende Reiz zunächst so abschwächt präsentiert werden, dass keine Angstreaktion erfolgt. Diese Vermeidung einer Angstreaktion ist auch bei der weiteren Steigerung der Reizintensität unbedingt zu beachten.</p>
<p>Denkbar sind hier wieder zwei Fälle: der Hund toleriert das Verlassen des Raumes noch ohne Angst zu zeigen oder der Hund zeigt bereits hier erste Stressanzeichen.</p>
<p>Im ersten Fall wird die Desensibilierung offensichtlich richtig durchgeführt, d.h. eigentlich spielt es keine Rolle, ob der Hund nun auf seinem Deckchen oder in  einer Box ruht.</p>
<p>Im zweiten Fall hingegen, besteht die Gefahr, dass die ersten Stresssymptome übersehen werden und nicht adäquat darauf reagiert werden kann. Damit ist die gesamte Therapie gefährdet und der Hund wird darüber hinaus die Box negativ verknüpfen mit den oben beschriebenen Folgen.</p>
<p>FAZIT</p>
<p>Die Methode der Wahl bei Trennungsangst ist die Desensibilisierung. Der Einsatz einer Box beschleunigt den Lernvorgang nicht, im Gegenteil, die Nachteile, die mit der Anwendung eines Therapiekäfigs verbunden sind, können als so schwerwiegend bezeichnet werden, dass von dem Einsatz dringend abzuraten ist.</p>
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		<title>Sabine Winkler: Hunderassen</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 13:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>uschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verhalten Hunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Als bekennender Fan ihrer Bücher hatte ich mich auf das Seminar mit Sabine Winkler ganz besonders gefreut.  Das Thema: “Hunderassen, Auswirkung der Rasse auf Training und Haltung, Probleme moderner Rassezucht&#8221; klang vielversprechend und ich wurde nicht enttäuscht. &#8220;Rassebeschreibung sind so ähnlich zu lesen wie Arbeitszeugnisse: etwas eindeutig negativ formuliertes werdet ihr dort nicht finden. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als bekennender Fan ihrer Bücher hatte ich mich auf das Seminar mit Sabine Winkler ganz besonders gefreut.  Das Thema: “Hunderassen, Auswirkung der Rasse auf Training und Haltung, Probleme moderner Rassezucht&#8221; klang vielversprechend und ich wurde nicht enttäuscht.</p>
<p>&#8220;Rassebeschreibung sind so ähnlich zu lesen wie Arbeitszeugnisse: etwas eindeutig negativ formuliertes werdet ihr dort nicht finden. Die Kunst ist es, zwischen den Zeilen zu lesen.&#8221;  So leitete Sabine Winkler das Seminar ein.</p>
<p>Ausgehend von der Domestikation ging sie auf die Entstehung und Besonderheiten verschiedener Hundetypen ein.</p>
<p>Anhand des Finnish Mental Tests zeigte sie, wie groß auch bei optisch relativ ähnlichen Rassen die Unterschiede im Wesen sein können. Publiziert wird das Ergebnis für eine Rasse erst, wenn mehr als hundert Individuen getestet wurden, um ein statistisch aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten.</p>
<p>Ausführlich wurden auch die Hütehunde besprochen und gerade hier hat mich doch erstaunt, was alles genetisch fixiert sein kann.</p>
<p>Rundum ein informatioves, arbeitsreiches Wochenende.</p>
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